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Das ETF-Jahr 2018

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Das brachte das Jahr 2018 für ETF-Anleger: neue Produkte, neue ETF Sparplan- und Aktionsangebote, neue ETF-Besteuerung und mehr Preistransparenz im ETF-Handel.

Das ETF-Jahr 2018
 
Ungeachtet der schwierigen Aktienmärkte blieben ETFs 2018 weiterhin ein beliebtes Finanzprodukt. Für Anleger ist das gut: Je mehr Geld in ETFs investiert wird, desto niedriger die Produktkosten. Neue Anbieter verstärken den Wettbewerb, mehr Produkte vergrößern die Auswahl.

Weltweit ist das in ETFs angelegte Volumen auf fast 6 Billionen US-Dollar und fast 6.000 Produkte angestiegen. In Europa haben Investoren mittlerweile fast 700 Milliarden Euro in knapp 1.700 ETFs investiert.

Die Vereinigung der deutschen Vermögensverwalter zählt rund 130 Milliarden Euro als Anteil deutscher Investoren am europäischen ETF-Kuchen. Damit ist Deutschland der größte und wichtigste Markt für ETFs in Europa.

Das Potenzial bleibt noch immer enorm: ETFs haben laut EFAMA gerade einmal sieben Prozent Anteil am in Fonds investierten Volumen von über neun Billionen Euro in Europa. In den USA machen ETFs und Indexfonds dagegen schon fast die Hälfte des gesamten Fonds-Markts aus.
 

ETF-Handel noch viel aktiver als gedacht

Mit Blick auf die reinen Zahlen hat sich der ETF-Handel von 2017 auf 2018 vervierfacht. Der Hintergrund dieses enormen Anstiegs: Auch außerhalb der Börse getätigte Geschäfte mit ETFs müssen seit Jahresbeginn 2018 gemeldet werden. Das schreibt eine neue Regulierung vor: MiFID II. Der Anbieter iShares schätzte in einer Analyse, dass im Jahr 2018 ETF-Anteile im Wert von rund zwei Billionen Euro gehandelt wurden. Durch MiFID II wird der Handel transparenter: Die heute schon kleinen An- und Verkaufsspannen bei ETFs werden weiter schrumpfen. Außerdem gibt es Anzeichen, dass die neue Regelung die Handelsumsätze mit ETFs wieder an die Wertpapierbörsen zurückführt.
 

Ritterschlag für ETFs

Zum Wachstum von ETFs gehört natürlich die immer wiederkehrende Warnung, dass ETFs eine Gefahr für den globalen Kapitalmarkt darstellen sollen. Wir berichteten in unserem Artikel ETFs auf der Anklagebank: Was ist dran an den Vorwürfen. 2018 äußerten sich erstmals offizielle Banken-Institutionen dazu. Die Bundesbank hat sich im Oktober lange und ausführlich mit dem Einfluss von ETFs auf die Finanzmärkte beschäftigt. Das Ergebnis: Durch ETFs drohen dem globalen Finanzsystem keinerlei besondere Gefahren. Die Bank für internationalen Zahlungsausgleich BIS ließ im März 2018 Ähnliches verlauten und fügte noch hinzu, dass Investoren in Indexfonds den Markt wegen ihrer langfristigen Ausrichtung sogar eher stabilisieren.
 

Neuheiten im Handel auch für Privatanleger

Nicht nur die Profis spüren die Auswirkungen der Finanzmarkt-Richtlinie MiFID II. Anleger, die bis dato gerne ETFs aus den USA gekauft haben, finden diese bei ihrem Online Broker nicht mehr in der Ordermaske. Grund sind neue Vorschriften für den Vertrieb von Finanzprodukten, die eine Reihe zusätzlicher Angaben von den Emittenten verlangen, zum Beispiel eine genaue Beschreibung der Eignung für bestimmte Anlegergruppen, im Fachjargon „Zielmarkt” genannt. Mit ETFs, die in den USA aufgelegt wurden, ist das weitgehend unmöglich.

Dieser kleine Nachteil wird wettgemacht durch ein ganzes Bündel wertvoller Informationen, die Ihnen die Online Broker vor dem ETF-Kauf an die Hand geben müssen. Ein Beispiel: Die Kosten für den Kauf beim Börsenhandel und anderen Plattformen werden Ihnen viel transparenter als zuvor zugänglich gemacht. Grund auch hier wieder: MiFIDII.  

Eine weitere Dimension von MiFID II wird sich erst mit der Zeit auswirken: Um Interessenkonflikte zu vermeiden, wird die Verwendung von Provisionen im Wertpapiergeschäft und -Vertrieb erheblich eingeschränkt. Im Investmentgeschäft werden Produktgattungen profitieren, die keinen Raum für Provisionen lassen wie beispielsweise ETFs.
 

ETF-Besteuerung 2018 komplett neu

Erstmals in Kraft trat zum Jahresbeginn 2018 die Steuerreform für Investmentfonds. Für Anleger wird vieles einfacher, denn die Depotbank erledigt die komplette Berechnung und Abführung der Steuern auf Erträge.

Außerdem werden die verschiedenen ETF-Varianten weitgehend identisch behandelt. Steuerlich ist es kaum noch von Belang, nach welcher Methode ein ETF den Index abbildet oder ob er Erträge ausschüttet oder wieder anlegt. Hohe Quellensteuern auf ausgeschüttete Erträge im Ausland werden durch ein neues pauschaliertes Verfahren mit einer Teilfreistellung kompensiert. Die Fonds und ETFs selbst müssen die Erträge nicht mehr eigens ausweisen.

Diese neue Steuerregelung hat eine kleine Ausnahme, die Sie sich zunutze machen können: In Irland aufgelegte ETFs können nach wie vor die Hälfte der US-Quellensteuer von 30 Prozent zurückfordern. Das verbessert die Wertentwicklung. Trotzdem dürfen Sie die Teilfreistellung von 30 Prozent der Erträge in Anspruch nehmen. Wir berichteten darüber in unserem Artikel zur Handhabung der US-Quellensteuer.

Neu in Kraft trat Anfang 2018 auch die Regelung zur Berechnung einer Vorabbesteuerung, der sogenannten „Vorabpauschale”. Diese Regel wird allerdings erstmals Anfang 2019 von Ihrer Depotbank angewendet. Stieg der Wert Ihres ETF 2018 und schüttet der ETF nicht aus, sind Sie vermutlich betroffen – wenn die Erträge den Sparerpauschbetrag von 801 Euro übersteigen.

Bei justETF können Sie die Steuerlast mit dem ETF Steuerrechner ausrechnen. Fällt eine Vorabpauschale an, wird Ihnen im neuen Jahr Geld von der Depotbank abgezogen – vermutlich vom Verrechnungskonto. Sorgen Sie also für ausreichend Deckung. Fondsanleger sind bei einigen Banken schlechter dran als ETF-Investoren mit einem Broker-Depot: Zur Kompensation der Vorabpauschale werden von Fonds-Plattformen (z.B.: ebase, FFB usw.) einfach Fondsanteile verkauft.
 

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70 neue ETFs in 2018

Deutsche ETF-Anleger konnten sich 2018 über insgesamt 70 neue ETF-Listings freuen. Neu auf den Markt kamen in erster Linie nachhaltige ETFs, Trend-ETFs und währungsgesicherte Anteilsklassen existierender ETFs. Dazu kommen viele Veränderungen, weil ETF-Anbieter ihre Produktpaletten aufräumen und die ETFs in andere Fondsdomizile wie Irland oder Luxemburg verschieben. Die Gründe dafür: Vereinfachung und Kosteneinsparung – damit kommt diese Aktivität allen Anlegern zu Gute.

Unter den neuen ETFs war gerade mal ein Produkt, das seinen Index mittels Swap-Kontrakten abbildet. Alle anderen neuen ETFs verwenden physisches Tracking in unterschiedlichen Ausprägungen.

Knapp 30 ETFs verschwanden dagegen ganz von der Bildfläche.
 

ETFs wurden 2018 günstiger

Bei den etablierten Produkten geht der Preiskampf unter den Anbietern weiter. Während es den S&P 500 von verschiedenen Anbietern schon länger für nur 0,05 Prozent zu kaufen gibt, unterschritt 2018 erstmals ein Anbieter beim MSCI World die Grenze von 0,15 Prozent. Für 0,12 Prozent gibt es nun einen physisch abgebildeten MSCI World von Lyxor. Derselbe Anbieter hatte im Februar 2018 auch den bis heute günstigsten Aktien-ETF gestartet, den Lyxor Core Morningstar US Equity ETF für nur 0,04 Prozent pro Jahr. Es ist zu erwarten, dass sich der Preiskampf auch künftig fortsetzt.
 

Übersicht von ETF-Kosten beliebter Indizes

Indexname Billigste TER in% Produktanbieter Link
S&P500 0,05% Invesco ETFs anzeigen
Euro STOXX 50 0,05% HSBC ETFs anzeigen
DAX 0,08% ComStage ETFs anzeigen
Nikkei 225 0,09% Xtrackers ETFs anzeigen
Bloomberg Barclays Global Aggregate 0,10% iShares ETFs anzeigen
MSCI World 0,12% Lyxor ETFs anzeigen
MSCI Emerging Markets 0,20% Amundi ETFs anzeigen
Nasdaq100 0,23% Amundi ETFs anzeigen
MSCI ACWI 0,40% SPDR ETFs anzeigen
Quelle: justETF Research, Stand: 12.12.2018
 

Neue ETF-Produkte oft teuer

Während die ETF-Kosten bei den gängigen Indizes eher zurückgingen, lagen die Newcomer teilweise deutlich über dem Durchschnitt. Das teuerste Produkt 2018 kam mit 0,86 Prozent auf den Markt, am günstigsten lag mit 0,07 Prozent ein nachhaltiger USA-ETF von iShares.

Ein Grund für die teuren Neustarts liegt auch in deren Anspruch: Immer aufwändigere und teilweise aktive Strategien werden als ETF verpackt. Beispiele sind Smart Beta-Strategien von etablierten aktiven Anbietern und einige neue ETFs zu Trendthemen, wie E-Commerce.
 

Was bei den ETF-Anbietern los war

Der Markt der ETF-Anbieter ist kräftig in Bewegung. Anbieter werden aufgekauft, verschmolzen, neu gegründet oder weiten ihre Aktivitäten auf dem deutschen ETF-Markt aus. Für ETF-Anleger ist es oftmals schwer, hier den Überblick zu behalten.

Diese Ereignisse fanden wir am bemerkenswertesten:
  • Der US-Riese Vanguard – bekannt durch Indexfonds – eröffnete im Juni 2018 ein Büro in Deutschland. Die ersten ETFs wurden deutschen Anlegern schon 2017 zugänglich gemacht. Deutschland spielt jetzt eine Kernrolle in der Europa-Strategie.
  • Der Gold-Spezialist ETF Securities wurde zerteilt. Die ETCs inklusive der Gold-Produkte wurden an den ETF-Anbieter WisdomTree verkauft, der britische Versicherer Legal & General übernahm die ETF-Palette.
  • Der Fondsanbieter des britischen Versicherers Legal & General, LGIM, ist schon seit Langem für seine große und breite Palette an Indexfonds bekannt. 2018 starteten mit dem Kauf der ETF-Plattform von ETF Securities die ersten ETF-Aktivitäten in Kontinental-Europa. Das neue Europa-Büro wurde in Frankfurt gegründet.
  • Der ETF-Anbieter Source wurde 2018 an den globalen Fondsanbieter Invesco weiter verkauft. Dieser betreibt seit 2006 die ETF-Firma Powershares und hat in Europa nun kurzerhand beide Anbieter unter der Marke des Eigentümers Invesco zusammengelegt.
  • Der kleine Selfmade-Spezialist aus den Niederlanden, ThinkETFs, wurde von der US-amerikanischen ETF-Firma VanEck übernommen und vergrößert VanEcks europäisches ETF-Geschäft.
  • Die ComStage-ETFs werden wohl in die Lyxor-Palette integriert. Die Muttergesellschaft von Lyxor, Societé Générale, hatte 2018 wichtige Teile der Commerzbank erworben, zu denen auch ComStage-ETFs und das Market Maker-Geschäft für ETFs gehören.
  • Neue Anbieter kamen auch auf den Markt: Der britische Anbieter HANetf ist der erste reine White Label-Anbieter in Europa, der für Dritte ETFs startet. Ende 2018 wurden drei sehr spezialisierte Trend-ETFs gelistet.

Rekorde bei ETF-Aktionsangeboten im Jahr 2018

Das Angebot von ETF Sparplänen ist 2018 auf neue Dimensionen angewachsen: Die größten Direktbanken bieten zusammen 1.053 ETF Sparpläne mit dem Schwerpunkt auf Aktien- und Anleihen-ETFs an.

Günstiger war es auch noch nie: Davon sind 615 ETFs im Sparplan komplett ohne Gebühren verfügbar – ebenfalls ein neuer Rekordwert. Die Consorsbank, DKB, flatex und die onvista bank haben dabei im Dezember das breiteste Angebot an kostenfreien ETF Sparplänen. Doch schon zum Jahreswechsel 2019 werden wir neue Aktionen bei den Brokern sehen, über die wir berichten werden.
 
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VL-Sparer nun auch mit ETF-Option

Neue Gesetze, die zum 1. Januar 2018 in Kraft getreten sind, vereinfachen das Sparen mit vermögenswirksamen Leistungen erheblich. Wenn Sie die staatliche Zulage beantragen wollen, müssen Sie mittlerweile keine Dokumente mehr für die Steuererklärung an das Finanzamt schicken. Ihre Bank oder Bausparkasse übermittelt alle Daten nun direkt ans Finanzamt.

VL-Sparen mit ETFs bieten derzeit die Plattformen finvesto und comdirect an.
 

Aktions-Angebote im ETF-Handel

Nicht nur ETF Sparpläne sind kostenlos zu bekommen. Auch Aktionen für den ETF-Kauf sind 2018 weiter gewachsen. Ende 2018 waren rund 590 der rund 1.300 für deutsche Anleger erhältlichen ETFs im Rahmen von Aktionsangeboten besonders günstig handelbar. Bei den meisten fallen nur Handelsplatz-Entgelte an.

Unser Tipp: Noch bis Jahresende bietet die onvista bank bei einer Depoteröffnung eine Prämie von 175 Euro an – exklusiv und nur bei justETF.
 

Viel los bei den ETF-Portfolios von justETF

Ganz viel Neues gab es auch bei den ETF-Portfolios von justETF. Die Anzahl unserer ETF-Portfolios als Kopiervorlage hat sich 2018 fast verdoppelt! Neben Multi Asset-Weltportfolios finden Sie nun auch reine Aktien-ETF-Portfolios bei uns. Dabei haben wir auch auf das Know-How von bekannten Experten zurückgegriffen. Die folgenden ETF-Portfolios kamen 2018 neu hinzu: Die ETF-Portfolios finden Sie in unserer Musterportfolio-Suche. Die Ansicht der ETF-Portfolios ist mit einer kostenfreien Registrierung möglich. Mit den kostenpflichtigen Premium-Funktionen können Sie die ETF-Portfolios auch sehr komfortabel miteinander vergleichen.
 

Nutzerrekord bei justETF 2018

Auch in eigener Sache können wir von einem wichtigen Meilenstein berichten: In 2018 überschritt die Zahl der registrierten Nutzer erstmals die Marke von 100.000! Wir sind stolz so eine große Gruppe von ETF-Enthusiasten für unser Angebot begeistern zu können. justETF ist damit die mit Abstand größte Plattform für das Investieren mit ETFs in Europa.

Außerdem blicken wir gerne auf die justETF Academy 2018 von März bis Oktober zurück: zehn spannende Webinare mit allen erforderlichen Hintergründen zum ETF-Investment. Die justETF Academy in Zahlen: über 3.000 Personen haben teilgenommen, über 180 von ihnen haben alle Prüfungen absolviert und ein Abschlusszertifikat erhalten. Herzlichen Glückwunsch! Wir bedanken uns insbesondere bei iShares für die tolle Zusammenarbeit!
 
Die justETF Academy 2018 hat noch bis zum 31. Dezember 2018 geöffnet
Werden Sie in zehn Stunden mit geballtem ETF-Wissen zum ETF-Experten!
Herzlichen Dank für das tolle Jahr 2018 an unsere Nutzer und Geschäftspartner!
 
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