Was sind ETFs? ETF einfach erklärt

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Mit ETFs (Exchange Traded Funds) können Sie einfach und günstig in Aktien investieren und langfristig Vermögen aufbauen. Ein ETF ist ein börsengehandelter Indexfonds, der die Wertentwicklung bekannter Marktindizes eins zu eins abbildet.

Was sind ETFs? ETF einfach erklärt Ein ETF (engl.: „Exchange Traded Fund”) ist ein börsengehandelter Indexfonds, der die Wertentwicklung eines Index, wie beispielsweise des DAX, abbildet. Im Kern vereinen ETFs die Vorteile von Aktien und Fonds in einem Produkt.
 

ETF Definition: Exchange Traded Funds – börsengehandelte Indexfonds

ETFs ermöglichen es Ihnen, mit einem Wertpapier kostengünstig in ganze Märkte zu investieren. Beispielsweise streuen Sie mit einem einzigen MSCI World-ETF Ihr Investment auf rund 1.600 Unternehmen aus aller Welt. Neben Aktien können Sie mit ETFs auch in viele andere Anlageklassen investieren. Aufgrund dieser Vielfalt und ihrer spezifischen Eigenschaften sind ETFs perfekte Bausteine für die private Geldanlage. Kein Wunder also, dass immer mehr Anlegende bei der Vermögensbildung auf ETFs setzen. ETFs bilden einfach eins zu eins einen Marktindex nach und können – wie eine Aktie – jederzeit an der Börse gehandelt werden.

 
justETF Tipp: ETFs bieten zahlreiche Vorteile: Sie sind kostengünstig, sicher, transparent, breit diversifiziert, flexibel und liquide. Mehr über die Vorteile von ETFs
 

Ein ETF ist ein börsengehandelter Indexfonds

Am Besten lassen sich die Funktionsweise und die Vorteile eines ETF anhand der drei Teile erklären, aus denen sich der Begriff „börsengehandelter Indexfonds“ zusammensetzt.
 
Was ist ein ETF  

Was ist ein Fonds?

Ein Investmentfonds ist eine Sammelstelle für Anlagegelder. Plakativ ausgedrückt legen viele Anlegende ihr Geld zusammen und erteilen einem Profi (Fondsmanager) den Auftrag, das Kapital im Rahmen einer vorgegebenen Anlagestrategie möglichst ertragreich und breit gestreut zu investieren.
 

Funktionsweise eines Investmentfonds

Wie genau funktioniert ein ETF?
In der Anlagestrategie ist festgelegt, in welche Anlageklassen (zum Beispiel Aktien, Anleihen und Rohstoffe) der Fondsmanager investieren darf.

Die Besonderheit eines Investmentfonds ist, dass es sich bei den Geldern der Anlegenden um ein Sondervermögen handelt, das treuhänderisch von einer Depotbank verwahrt wird und vom Vermögen der Fondsgesellschaft rechtlich getrennt ist. Deshalb ist das angelegte Geld auch bei einer Insolvenz der Fondsgesellschaft geschützt.

Der Manager eines klassischen Publikumsfonds hat die Aufgabe, durch den Kauf und den Verkauf von Wertpapieren eine höhere Rendite zu erzielen als die des jeweiligen Vergleichsindex (Benchmark). Allerdings gelingt dies wissenschaftlichen Studien zufolge langfristig (etwa bei einem Zeitraum von mehr als drei Jahren) nur sehr wenigen Fondsmanagern.
 

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Quelle: justETF Research; Stand: 12/2021

Indexfonds – Was ist das?

Bei einem Indexfonds sorgt der Anbieter dafür, dass der Fonds die Entwicklung eines Index so genau wie möglich abbildet. Die im Fonds enthaltenen Wertpapiere und deren Gewichtung sind daher vom abgebildeten Index genau vorgegeben. Indizes sind Marktbarometer, die die Wertentwicklung ganzer Märkte erfassbar machen.
 
Ein Indexfonds hat den großen Vorteil, dass Sie stets wissen, worin Sie investiert sind. Denn die Zusammensetzung des zugrunde liegenden Index, wie zum Beispiel des DAX, ist bekannt und kann jederzeit eingesehen werden. Der Deutsche Aktienindex (DAX) enthält die Aktien der 40 größten deutschen Aktiengesellschaften gewichtet nach ihrer Größe.
 

Was sind ETFs? – ETF-Fonds einfach erklärt am Beispiel des DAX

Was sind ETFs? – ETF-Fonds einfach erklärt am Beispiel des DAX
Quelle: STOXX Ltd.; Stand: September 2021

Durch die Index-Nachbildung sind bei Indexfonds/ETFs (im Vergleich zu aktiven Investmentfonds) keine aufwändigen Analysen zur Titelauswahl notwendig. Aus diesem Grund erhält der ETF-Anbieter für seine Leistung nur eine sehr geringe jährliche Gebühr. ETFs sind daher auch deutlich günstiger als klassische Publikumsfonds – und weisen in den meisten Fällen eine bessere Wertentwicklung auf.
 

Börsengehandelte Indexfonds – Was bedeutet das?

Ebenso wie Aktien werden ETFs an der Börse gehandelt. Deshalb können Sie ETFs während der Börsenöffnungszeiten jederzeit kaufen und verkaufen. Im Vergleich dazu werden klassische Publikumsfonds nur einmal am Tag über die Fondsgesellschaft gehandelt.

Während bei Publikumsfonds in der Regel hohe Ausgabeaufschläge anfallen, entstehen beim Börsenhandel von ETFs nur die Ordergebühren der Bank und eine meist geringe Differenz zwischen An- und Verkaufspreis (engl. „Spread”).

Fast jeder ETF ist mittlerweile auch in einem ETF Sparplan erhältlich – in den meisten Fällen bereits ab einer Sparrate von 25 Euro. Dank Aktionsangeboten der verschiedenen Online Broker fallen dabei häufig überhaupt keine Ordergebühren an.
 
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Warum empfiehlt mir mein Bankberater keine ETFs? 

Bei provisionsorientierten Finanzberatern und Filialbanken sind ETFs unbeliebte Produkte. Denn diese Berater leben in der Regel von Provisionen, die ihnen für die Vermittlung von Finanzprodukten von den jeweiligen Fondsanbietern gezahlt werden. Diese Provisionen gibt es bei ETFs jedoch nicht. Aus diesem Grund haben die meisten Anlageberater kein allzu großes Interesse daran, Ihnen ETFs näherzubringen (unabhängige Honorarberater bilden hierbei die Ausnahme).

Das muss Sie jedoch überhaupt nicht stören: ETFs eignen sich hervorragend dafür, die eigenen Finanzen selbst in die Hand zu nehmen – auch beziehungsweise gerade dann, wenn Sie im Moment noch Einsteiger:in beim Thema Geldanlage sind.
 
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